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Schilddrüse: Funktion, Ernährung & wichtige Nährstoffe

Schilddrüsengesundheit

Die Schilddrüse ist eine kleine, schmetterlingsförmige Hormondrüse im Hals und spielt eine wichtige Rolle für zahlreiche Vorgänge im Körper. Sie produziert die Schilddrüsenhormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin), die unter anderem den Energie- und Stoffwechselhaushalt beeinflussen.

Doch welche Aufgaben übernimmt die Schilddrüse genau? Welche Nährstoffe benötigt der Körper für die normale Produktion der Schilddrüsenhormone und welche Rolle spielen dabei Jod, Selen und weitere Mikronährstoffe? Auch die Themen Ernährung, Schilddrüsenwerte und Hashimoto werfen viele Fragen auf.

In diesem Ratgeber erfahren Sie Wissenswertes über die Funktion der Schilddrüse, wichtige Nährstoffe und deren natürliche Quellen. Zudem erfahren Sie, worauf bei der Ernährung und bei der Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln rund um die Schilddrüse zu achten ist.

Inhalt

Wie funktioniert die Schilddrüse?

Die Schilddrüse liegt im vorderen Halsbereich unterhalb des Kehlkopfes. Sie besteht aus zwei Lappen, die durch eine schmale Gewebebrücke miteinander verbunden sind.

Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Schilddrüsenhormone zu bilden und freizusetzen. Besonders wichtig sind:

  • Thyroxin (T4)
  • Trijodthyronin (T3)

 

T4 wird in grösserer Menge gebildet und dient unter anderem als Vorstufe für T3. T3 ist die biologisch aktivere Form des Schilddrüsenhormons.

Gesteuert wird die Schilddrüse über einen komplexen Regelkreis zwischen Gehirn und Schilddrüse. Eine zentrale Rolle spielt dabei TSH, das in der Hirnanhangsdrüse gebildet wird.

Eine ausreichende Versorgung mit verschiedenen Mikronährstoffen ist für die Bildung und den Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone wichtig. 

Schilddrüsenwerte einfach erklärt: Was bedeuten TSH, fT3 und fT4?

Um zu überprüfen, wie die Schilddrüse arbeitet, wird häufig zuerst der TSH-Wert im Blut bestimmt. TSH ist ein Hormon, das in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet wird und die Schilddrüse zur Bildung von Schilddrüsenhormonen anregt. Zusätzlich können die freien Schilddrüsenhormone fT4 und fT3 untersucht werden. Sie zeigen, wie viel der Schilddrüsenhormone im Blut verfügbar sind.

Je nach Fragestellung können ausserdem bestimmte Antikörper bestimmt werden. Dazu gehören TPO-Antikörper und Thyreoglobulin-Antikörper, die unter anderem bei der Abklärung von Hashimoto eine Rolle spielen. TSH-Rezeptor-Antikörper können beispielsweise bei Verdacht auf Morbus Basedow untersucht werden.

Welche Blutwerte tatsächlich notwendig sind, hängt von den Beschwerden, der persönlichen Situation und der ärztlichen Fragestellung ab. Ein einzelner Wert sollte deshalb nie isoliert betrachtet werden, sondern immer gemeinsam mit den anderen Untersuchungsergebnissen beurteilt werden.

Welche Aufgaben hat die Schilddrüse?

Auch das psychische Wohlbefinden kann durch Veränderungen der Schilddrüsenfunktion beeinflusst werden. Sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion kann mit Veränderungen von Stimmung, Schlaf, Konzentration und Antrieb einhergehen.

Die Schilddrüse kann deshalb vereinfacht als wichtiger Regulator zahlreicher Körperfunktionen betrachtet werden.

Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion: Welche Symptome gibt es?

Die Schilddrüsenfunktion kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) stehen dem Körper zu wenige Schilddrüsenhormone zur Verfügung, wodurch viele Stoffwechselprozesse langsamer ablaufen. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) werden dagegen zu viele Schilddrüsenhormone gebildet.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Müdigkeit und ErschöpfungHerzrasen
AntriebslosigkeitNervosität und innere Unruhe
KonzentrationsproblemeZittern
GewichtszunahmeSchwitzen
Schwierigkeiten beim AbnehmenHitzeempfindlichkeit
Frieren und erhöhte KälteempfindlichkeitSchlafstörungen
Trockene HautGewichtsverlust
Trockene HaareGesteigerter Appetit
HaarausfallDurchfall
VerstopfungMuskelschwäche
Depressive VerstimmungenKonzentrationsprobleme
Verlangsamter Herzschlag 
Muskel- und Gelenkbeschwerden 
Zyklusstörungen 

Nicht jede Person entwickelt dieselben Beschwerden. Viele der genannten Symptome können zudem auch andere Ursachen haben. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden ist daher eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion behandelt?

Die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion richtet sich nach der Ursache, dem Ausmass der Unterfunktion und der individuellen Situation.

Bei einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion wird häufig das fehlende Schilddrüsenhormon in Form von Levothyroxin ersetzt. Die benötigte Dosierung ist individuell und wird anhand der Schilddrüsenwerte sowie weiterer Faktoren festgelegt.

Während der Behandlung werden die Schilddrüsenwerte regelmässig kontrolliert. Je nach Verlauf kann eine Anpassung der Dosierung erforderlich sein.

Eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen können die allgemeine Versorgung des Körpers unterstützen. Sie ersetzen jedoch keine notwendige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen.

Bei neu auftretenden oder sich verändernden Beschwerden sollte die Schilddrüsenfunktion ärztlich kontrolliert werden.

Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion behandelt?

Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) sollte ärztlich abgeklärt und je nach Ursache gezielt behandelt werden. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, ob beispielsweise Morbus Basedow, ein überaktiver Schilddrüsenknoten oder eine Schilddrüsenentzündung dahintersteckt.

Die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten

  • Medikamente (Thyreostatika): Sie hemmen die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Häufig werden Wirkstoffe wie Thiamazol oder Carbimazol eingesetzt. Bei Morbus Basedow können sie beispielsweise zunächst für einen längeren Zeitraum gegeben werden.
  • Radiojodtherapie: Überaktives Schilddrüsengewebe wird gezielt durch radioaktives Jod behandelt. Danach kann eine Schilddrüsenunterfunktion entstehen, die sich in der Regel gut mit Schilddrüsenhormonen behandeln lässt.
  • Operation: Je nach Ursache kann ein Teil oder die gesamte Schilddrüse entfernt werden. Dies kann beispielsweise bei einer stark vergrösserten Schilddrüse, bestimmten Knoten oder wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht infrage kommen sinnvoll sein.
  • Behandlung der Beschwerden: Bei starkem Herzrasen, Zittern oder innerer Unruhe können vorübergehend Medikamente wie Betablocker eingesetzt werden.

 

Was kann man bei einer Schilddrüsenüberfunktion selbst tun?

Eine ausgeprägte Schilddrüsenüberfunktion lässt sich nicht zuverlässig durch Ernährung oder Hausmittel beseitigen. Man kann aber die Behandlung unterstützen:

  • Keine hoch dosierten Jodpräparate oder jodhaltigen Nahrungsergänzungsmittel ohne ärztliche Rücksprache einnehmen.
  • Bei Herzrasen, Zittern oder Unruhe Koffein und andere stimulierende Substanzen reduzieren.
  • Nicht rauchen, insbesondere bei Morbus Basedow, da Rauchen eine mögliche Augenbeteiligung verschlechtern kann.
  • Auf ausreichend Schlaf und Erholung achten.
  • Starke körperliche Belastungen vermeiden, wenn deutliche Beschwerden wie Herzrasen oder Schwäche bestehen.
  • Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit dem Arzt besprechen, da manche Präparate Jod enthalten oder die Schilddrüse beeinflussen können.

 

Wichtig: Eine unbehandelte stärkere Überfunktion kann unter anderem das Herz belasten und das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Knochenschwund erhöhen. Deshalb sollte nicht nur der Hormonwert korrigiert, sondern vor allem die Ursache der Überfunktion festgestellt werden.

Bei sehr starkem Herzrasen, Brustschmerzen, Atemnot, hohem Fieber, ausgeprägter Unruhe oder Verwirrtheit sollte man sofort medizinische Hilfe suchen.

Was ist Hashimoto-Thyreoiditis?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen das eigene Schilddrüsengewebe richtet. Im Verlauf kann dadurch eine Schilddrüsenunterfunktion entstehen.

Mögliche Beschwerden sind:

Bei bekanntem Hashimoto sollte die Schilddrüsenfunktion regelmässig kontrolliert werden.

Was sollte man bei Hashimoto essen?

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung bildet auch bei Hashimoto eine wichtige Grundlage für die allgemeine Nährstoffversorgung. Eine spezielle Hashimoto-Diät ist nicht für alle Betroffenen erforderlich. Besonders wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Nährstoffen

Eine ausgewogene Ernährung kann beispielsweise folgende Lebensmittelgruppen umfassen:

  • Gemüse und Früchte
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Fisch
  • Eier
  • Milchprodukte
  • Fleisch oder andere proteinreiche Lebensmittel

Wie viel Jod ist bei Hashimoto sinnvoll?

Jod ist ein essenzieller Nährstoff und trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei.

Bei Hashimoto bedeutet dies jedoch nicht automatisch, dass hoch dosierte Jodpräparate sinnvoll sind. Die individuelle Situation sollte berücksichtigt werden.

Eine normale Jodversorgung kann beispielsweise über jodiertes Salz und Lebensmittel wie Fisch, Milchprodukte und Eier erfolgen. Bei Algen- und Kelp-Produkten ist Vorsicht geboten, da der Jodgehalt je nach Art und Produkt stark schwanken und sehr hoch sein kann.

Wer an Hashimoto oder einer anderen Schilddrüsenerkrankung leidet, sollte hoch dosierte Jodpräparate sowie stark jodhaltige Algen- und Kelp-Produkte nicht ohne fachliche Rücksprache einnehmen.

Gesunde Schilddrüse

Welche weiteren Schilddrüsenerkrankungen gibt es?

Neben Hashimoto-Thyreoiditis, Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion gibt es weitere Erkrankungen und Veränderungen der Schilddrüse.

Erkrankung / VeränderungKurz erklärt
Morbus BasedowAutoimmunerkrankung, die häufig zu einer Schilddrüsenüberfunktion führt.
SchilddrüsenknotenUmschriebene Veränderungen im Schilddrüsengewebe. Die meisten Schilddrüsenknoten sind gutartig, sollten aber je nach Befund ärztlich beurteilt werden.
Kropf (Struma)Vergrösserung der Schilddrüse, die verschiedene Ursachen haben kann. Die Schilddrüsenfunktion kann dabei normal, vermindert oder gesteigert sein.
Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis)Sammelbegriff für verschiedene entzündliche Erkrankungen der Schilddrüse. Dazu gehören unter anderem Hashimoto-Thyreoiditis und andere Formen der Thyreoiditis.
SchilddrüsenkrebsBösartige Tumorerkrankung der Schilddrüse. Es gibt verschiedene Formen, die sich hinsichtlich Verlauf und Behandlung unterscheiden.
SchilddrüsenzysteFlüssigkeitsgefüllte Veränderung innerhalb der Schilddrüse. Viele Zysten sind gutartig, können aber je nach Aussehen und Grösse kontrolliert werden.
SchilddrüsenadenomGutartiger Tumor der Schilddrüse, der in bestimmten Fällen hormonell aktiv sein und zu einer Überfunktion führen kann.
Angeborene SchilddrüsenerkrankungenBereits bei der Geburt bestehende Veränderungen der Schilddrüse oder ihrer Funktion, die beispielsweise die Hormonproduktion betreffen können.

Wie entstehen Schilddrüsenprobleme?

Schilddrüsenprobleme können unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen unter anderem genetische Faktoren, Veränderungen des Immunsystems, die individuelle Nährstoffversorgung, bestimmte Medikamente sowie hormonelle Veränderungen.

Auch Lebensphasen wie Schwangerschaft, die Zeit nach der Geburt oder die Wechseljahre können die Schilddrüse beeinflussen. Eine sehr niedrige oder sehr hohe Jodzufuhr kann ebenfalls eine Rolle spielen.

Stress wird häufig mit Schilddrüsenproblemen in Verbindung gebracht. Stress allein gilt jedoch nicht als eindeutige Ursache einer Schilddrüsenerkrankung. Er kann das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen und bestehende Beschwerden verstärken.

Schilddrüse, Stress und Psyche

Die Schilddrüse beeinflusst unter anderem Energie, Konzentration, Schlaf und Stimmung. Deshalb können Veränderungen der Schilddrüsenfunktion auch das persönliche Wohlbefinden beeinflussen.

Bei einer Unterfunktion treten beispielsweise häufiger Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Konzentrationsprobleme auf, während eine Überfunktion mit Nervosität, innerer Unruhe oder Schlafproblemen einhergehen kann.

Gleichzeitig können Stress und psychische Belastungen ähnliche Beschwerden auslösen. Stress allein ist jedoch keine eindeutige Ursache einer Schilddrüsenerkrankung und sollte nicht automatisch als Erklärung für anhaltende Beschwerden angenommen werden.

Wer sich über längere Zeit ungewöhnlich erschöpft, unruhig oder psychisch verändert fühlt, sollte deshalb auch die Schilddrüse als mögliche Ursache in Betracht ziehen und die Beschwerden gegebenenfalls ärztlich abklären lassen.

Schilddrüse und Abnehmen: Gibt es einen Zusammenhang?

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann den Energieverbrauch des Körpers reduzieren und eine Gewichtszunahme begünstigen. Ist die Schilddrüse gut eingestellt, spielen für das Körpergewicht jedoch viele weitere Faktoren eine Rolle – etwa Ernährung, Bewegung, Muskelmasse, Schlaf, Stress, Alter und hormonelle Veränderungen.

Wer trotz unveränderter Lebensgewohnheiten deutlich zunimmt und gleichzeitig Beschwerden wie starke Müdigkeit oder ausgeprägtes Frieren bemerkt, sollte die Schilddrüsenfunktion ärztlich überprüfen lassen.

Schilddrüse und Wechseljahre: Wie reagiert der Körper?

Schilddrüsenprobleme und Wechseljahre können ähnliche Beschwerden verursachen, beispielsweise Gewichtszunahme, Müdigkeit, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme.

Deshalb sollte bei anhaltenden oder neu auftretenden Beschwerden nicht automatisch von Wechseljahresbeschwerden ausgegangen werden. Eine Untersuchung der Schilddrüsenwerte kann helfen, mögliche Ursachen besser einzuordnen.

Schilddrüse in der Schwangerschaft: Was ist wichtig?

Eine Schwangerschaft verändert den Hormonhaushalt und stellt auch die Schilddrüse vor besondere Anforderungen. Der Bedarf an Schilddrüsenhormonen steigt, während sich gleichzeitig die Schilddrüsenwerte verändern können. Eine ausreichende Schilddrüsenfunktion ist insbesondere für die Entwicklung des ungeborenen Kindes von Bedeutung.

Besteht bereits vor der Schwangerschaft eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Erkrankung wie Hashimoto, sollte die Schilddrüsenfunktion möglichst schon vor einer geplanten Schwangerschaft ärztlich kontrolliert werden. Während der Schwangerschaft sind regelmässige Kontrollen der Schilddrüsenwerte wichtig, da sich der Bedarf an Schilddrüsenhormonen verändern kann. Bei einer Behandlung mit Levothyroxin kann deshalb eine Anpassung der Dosis erforderlich sein.

Auch die Jodversorgung spielt während der Schwangerschaft eine wichtige Rolle, da Jod für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt wird. Gleichzeitig sollte Jod nicht unkontrolliert hoch dosiert eingenommen werden. Insbesondere bei einer bestehenden Schilddrüsenerkrankung sollte die individuelle Jodversorgung mit der behandelnden Fachperson besprochen werden.

Bei bekannten Schilddrüsenerkrankungen, auffälligen Schilddrüsenwerten oder der Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten ist es daher sinnvoll, die Behandlung und Kontrollen bereits bei Kinderwunsch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abzustimmen.

Welche Nährstoffe braucht die Schilddrüse?

Für die normale Funktion der Schilddrüse und des gesamten Körpers spielen verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren eine Rolle. Besonders häufig werden Jod und Selen im Zusammenhang mit der Schilddrüse genannt. Auch Zink, Eisen und Vitamin B12 erfüllen wichtige Funktionen im Körper.

NährstoffFunktion und WissenswertesNatürliche Quellen
JodJod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei.Jodiertes Salz, Fisch, Milchprodukte, Eier, Meeresfrüchte
SelenSelen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Zudem trägt es zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.Fisch, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse
ZinkZink trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Vollkornprodukte
EisenEisen trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen kognitiven Funktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen
Vitamin B12Vitamin B12 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen Funktion des Nervensystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte
Vitamin DVitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei.Fettfische, Eigelb, angereicherte Lebensmittel
Vitamin AVitamin A trägt unter anderem zu einem normalen Eisenstoffwechsel und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.Leber, Eier, Milchprodukte, Karotten, Süsskartoffeln
L-TyrosinL-Tyrosin ist eine Aminosäure und Bestandteil der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Für L-Tyrosin besteht kein zugelassener Health Claim zur Schilddrüsenfunktion.Proteinreiche Lebensmittel
L-PhenylalaninL-Phenylalanin ist eine essenzielle Aminosäure und kann im Körper unter anderem zu Tyrosin umgewandelt werden. Für L-Phenylalanin besteht kein zugelassener Health Claim zur Schilddrüsenfunktion.Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte

Die gesundheitsbezogenen Angaben beziehen sich auf die jeweiligen Nährstoffe und dürfen nur verwendet werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für den jeweiligen Health Claim erfüllt sind.

Wie kann man die Schilddrüse im Alltag unterstützen?

BereichWas kann sinnvoll sein?
ErnährungAbwechslungsreich und ausgewogen essen, statt einzelne Lebensmittel oder Nährstoffe in den Mittelpunkt zu stellen.
BewegungRegelmässige Bewegung unterstützt körperliche Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.
Schlaf & ErholungAuf ausreichend Schlaf und regelmässige Erholungsphasen achten.
StressIndividuell passende Wege für Entspannung und Stressbewältigung finden.
NahrungsergänzungPräparate gezielt einsetzen und bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen fachlich abstimmen.
Medikamente & KontrollenVerordnete Medikamente regelmässig einnehmen und Kontrolltermine wahrnehmen.
Extreme DiätenUnnötige Einschränkungen und stark einseitige Ernährungsformen vermeiden.

Diese Massnahmen können zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil beitragen, ersetzen bei einer Schilddrüsenerkrankung jedoch weder die ärztliche Abklärung noch eine notwendige Behandlung.

Fazit: Die Schilddrüse im Blick behalten

Unsere Schilddrüse arbeitet jeden Tag für uns – und meistens denken wir erst an sie, wenn etwas nicht mehr rundläuft.

Eine bewusste Ernährung, ein guter Umgang mit dem eigenen Körper und Aufmerksamkeit für Veränderungen sind einfache Schritte, die im Alltag einen Unterschied machen können. Und wenn Beschwerden länger anhalten oder sich etwas verändert, gilt: lieber einmal genauer hinschauen lassen, als alles auf Stress oder den Alltag zu schieben.

Denn auch wenn die Schilddrüse klein ist, kann sie einen grossen Einfluss darauf haben, wie wir uns fühlen.

Unsere Produkte zur Unterstützung der Schilddrüsengesundheit

Die Auswahl eines Nahrungsergänzungsmittels sollte bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen individuell erfolgen. Insbesondere bei Jod und Kelp ist auf die Dosierung zu achten.

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) – Informationen zu Jod und Ernährung

Schweizerische Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie (SGED/SSED) – Informationen zu Schilddrüsenerkrankungen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) – Health Claims und Nährstoffe

American Thyroid Association (ATA) – Informationen zu Schilddrüsenunterfunktion und -überfunktion

Was sind die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse zu wenige Hormone. Dadurch laufen viele Stoffwechselprozesse langsamer ab. Typische Beschwerden können Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, Frieren, Verstopfung, trockene Haut, Haarausfall sowie Konzentrationsprobleme sein. Auch depressive Verstimmungen oder eine verminderte Leistungsfähigkeit können auftreten.


Was sind die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion?

Typische Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sind Herzklopfen oder Herzrasen, Nervosität, innere Unruhe, Zittern, Schwitzen, Schlafprobleme und Gewichtsverlust. Auch Durchfall oder Muskelschwäche können auftreten. Bei anhaltenden Beschwerden sollte die Schilddrüsenfunktion ärztlich abgeklärt werden.


Welche Schilddrüsenwerte sind normal und was bedeuten TSH, T3 und T4?

Für die Beurteilung der Schilddrüsenfunktion wird häufig zunächst der TSH-Wert bestimmt. Zusätzlich können fT4 und fT3 untersucht werden. Welche Werte als normal gelten, hängt unter anderem vom jeweiligen Labor und der individuellen Situation ab – deshalb sollten Schilddrüsenwerte immer im Zusammenhang betrachtet werden.


Was ist Hashimoto und wie erkennt man es?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen das eigene Schilddrüsengewebe richtet. Die Erkrankung kann sich langsam entwickeln und im Verlauf zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. Zur Abklärung werden unter anderem die Schilddrüsenwerte und bestimmte Antikörper untersucht.


Wie kann man die Schilddrüse unterstützen und was sollte man bei der Ernährung beachten?

Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmässige Bewegung und ein bewusster Umgang mit Stress unterstützen einen gesunden Lebensstil. Jod ist für die Bildung der Schilddrüsenhormone wichtig, sollte aber insbesondere bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen nicht unkontrolliert hoch dosiert eingenommen werden. Diese Massnahmen ersetzen keine notwendige medizinische Behandlung.

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