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10 Tipps gegen eine Blasenentzündung

10-15% der Frauen erleiden jährlich eine Blasenentzündung. Die Ursachen können dabei sehr unterschiedlich sein, wobei die Grundursache jedoch meist dieselbe ist. Wir gehen dem auf den Grund und helfen Ihnen Harnwegsinfekte langfristig zu vermeiden.

Inhalt

Ursache für ein Harnwegsinfekt

Eine Blasenentzündung oder auch Zystitis genannt, ist eine Infektion der unteren Harnwege. Ausgelöst wird sie durch Darmbakterien (Echerichia Koli), welche über die Harnröhre bis hinauf in die Blase gelangen können. Wärme und feuchtes Klima liefern dort die idealen Bedingungen um sich zu vermehren und eine Infektion auszulösen.

Ein intaktes Immunsystem, eine ausreichend grosse Flüssigkeitszufuhr und das damit verbundene regelmässige Wasserlassen verhindern normalerweise, dass sich Bakterien in der Blase ansiedeln und vermehren. Ausserdem stellt das saure Scheidenmilieu eine natürliche Schutzbarriere dar, welche verhindert, dass Bakterien vom Analbereich nach vorne zur Harnröhre gelangen. Es gibt jedoch zahlreiche Ursachen, warum die natürliche Schutzfunktion des Körpers herabgesetzt ist, so dass ein Harnwegsinfekt entstehen kann. 

Und genau diesen Ursachen gehen wir auf den Grund.

10 Tipps gegen eine Blasenentzündung

Stärken Sie Ihr Immunsystem!

Ein geschwächter Organismus ist anfälliger für Infekte. Somit ist es unerlässlich das Immunsystem auf Vordermann zu bringen um langfristig lästige Harnwegsinfektionen loszuwerden. Sind unsere Abwehrkräfte gestärkt, werden Bakterien auf natürliche Art und Weise fortlaufend bekämpft und mit dem Harn wieder ausgeschieden. Bei immer wieder auftretenden Infekten, welche oft mit Antibiotika behandelt werden, leidet das Immunsystem besonders stark. Die Ursache liegt darin, dass eine Antibiotikagabe leider auch gute und wichtige Bakterienstämme in unserer Darmflora schwächt oder gar abtötet, welche für ein einwandfrei funktionierendes Immunsystem erforderlich sind.

🡆 Was tun?
Stärken Sie bewusst Ihr Immunsystem! Folgende Produkte können helfen, Ihre Abwehrkräfte zu unterstützen.

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Secret of Life Echinacea und Grüntee

Bauen Sie Ihre Darmflora auf!

Wie bereits oben erwähnt, können Antibiotikagaben unsere Darmflora stark beeinträchtigen und somit unser Abwehrsystem schwächen. Da leider oft viel zu schnell und viel zu häufig Antibiotika verschrieben wird, landen Betroffene rasch in einem sogenannten Teufelskreis. Denn ein geschwächtes Immunsystem ist bekanntlich wieder anfälliger für Harnwegsinfekte, was erneut zu einer Blasenentzündung führt, welche dann meist erneut mit Antibiotika bekämpft wird! Und so weiter…

🡆 Was tun?
Bauen Sie zwingend nach jeder Antibiotikagabe die Darmflora wieder auf, auch dann, wenn keine Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Verstopfung vorhanden sind. Auch wenn die Antibiotikagaben bereits längere Zeit zurück sind sollte an einen Darmaufbau gedacht werden, so kann sichergestellt werden, dass die Darmflora wieder optimal aufgebaut ist.

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Vaginalflora aufrechterhalten!

Nicht nur im Darm befinden sich wichtige und wertvolle Bakterien, sondern auch in der Vaginalflora der Frau. Unsere Vaginalflora bildet nämlich eine natürliche Schutzbarriere um Eindringlinge zu bekämpfen. Ebenfalls verhindert sie, dass Bakterien aus dem Darm vom Analbereich nach vorne zu unserer Harnröhre wandern. Ist die Vaginalflora durch zum Beispiel eine Antibiotikagabe oder ein hormonelles Ungleichgewicht geschwächt, können vermehrt Bakterien bis zur Harnröhre gelangen. Vaginale Trockenheit in der Menopause oder starke Medikamente können die Vaginalflora ebenfalls stark beeinträchtigen.

🡆 Was tun?
Bringen Sie Ihre Vaginalflora wieder ins Gleichgewicht.

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Behalten Sie warme Füsse und ein warmes Becken!

Durch die Kälte haben wir eine schlechtere Durchblutung, was gerade im Becken zu einer verminderten Abwehrreaktion führen kann. Somit ist Kälte ein grosser Feind unserer Harnwege.

🡆 Was tun?
Achten Sie auf angemessene Kleidung, halten Sie Ihr Becken und die Nierenregion warm und achten Sie besonders, wenn es draussen kalt ist auf warme Mahlzeiten.

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Trinken Sie genug!

Bakterien, welche über die Harnröhre nach oben wandern, müssen zwingend mit dem Harn wieder ausgeschieden werden. Somit sollte klar sein, dass viel Trinken und vermehrtes Wasserlassen zu den wichtigsten Massnahmen bei der Prävention von Harnwegsinfekten gelten.

🡆 Was tun?
Am besten trinken Sie ungesüsste Kräutertees, welche eine leicht harntreibende Wirkung haben oder stilles Wasser. Dies in einer ausreichenden Menge von 2-3 Litern am Tag.

Achten Sie auf die richtige Analhygiene!

Um zu verhindern, dass Darmbakterien den Weg nach vorne finden, sollte unbedingt auf die richtige Analhygiene geachtet werden. Wischen Sie immer mit dem Toilettenpapier von vorne nach hinten und benutzen Sie wenn möglich feuchtes Toilettenpapier oder Wasser zur gründlichen Reinigung.

Nach dem Sex auf die Toilette gehen!

Auch wenn es als mühsam empfunden wird, ist es wichtig nach dem Sex auf die Toilette zu gehen. Aufgrund der anatomischen Nähe von Vagina, Harnröhrenöffnung und Darm begünstigt der Geschlechtsverkehr das Eindringen von Bakterien in die Harnröhre, welche so direkt in die Harnblase gelangen.

🡆 Was tun?
Der Toilettengang nach dem Sex spült alle möglichen Bakterien weg und verhindert so eine Blasenentzündung.

Reduzieren Sie Zucker!

Zucker dient den pathogenen Keimen als Nahrung und fördert deren Vermehrung. Der Verzehr von zuckerhaltigen Speisen und Getränken kann somit eine Blasenentzündung begünstigen und verschlimmern. Dies ist auch der Grund, warum Diabetiker besonders häufig unter einer Blasenentzündung leiden.

Cranberry hilft gegen Blasenentzündung!

Cranberrys sind sehr reich an Proanthocyanidinen, welche eine besonders gute Wirkung bei der Abwehr von Bakterien haben. Sie besitzen die Eigenschaft, Schleimhäute mit einer «Schutzschicht» zu versehen und so zu verhindern, dass sich Bakterien an den Schleimhäuten anhaften können. Die Bakterien können so mit reichlich Flüssigkeit viel leichter ausgeschieden werden. Cranberrys bieten die ideale Unterstützung zur Prophylaxe und Behandlung einer Blasenentzündung.

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D-Mannose – der Einfachzucker mit grosser Wirkung!

D-Mannose ist ein Einfachzucker, welcher aus Glucose gewonnen wird. Nach der Einnahme durchläuft die D-Mannose den Magen-Darm-Trakt ohne verstoffwechselt zu werden. Somit gelangt eine grössere Menge D-Mannose in die Blase und die Harnwege.
Die D-Mannose haftet sich rund um die pathogenen Keime an und macht, dass diese sich nicht mehr an der Blasenschleimhaut halten können. Somit werden diese mit reichlich Flüssigkeit viel leichter ausgeschieden. D-Mannose kann prophylaktisch, sowie zur Behandlung einer Blasenentzündung eingesetzt werden.

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Blasenentzündung vermeiden: Was Sie langfristig beachten sollten

Eine Blasenentzündung ist zwar häufig und in vielen Fällen unkompliziert, dennoch sollte sie nicht dauerhaft zum wiederkehrenden Problem werden. Treten Beschwerden immer wieder auf, ist es sinnvoll, genauer hinzuschauen: Häufige Harnwegsinfekte können mit bestimmten Lebensphasen, individuellen Risikofaktoren oder wiederkehrenden Auslösern zusammenhängen.

Besonders wichtig ist deshalb, zwischen einer einmaligen akuten Zystitis und wiederkehrenden Harnwegsinfekten zu unterscheiden. Wer mehrmals im Jahr unter typischen Beschwerden leidet, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen. So kann festgestellt werden, ob tatsächlich immer wieder eine bakterielle Blasenentzündung vorliegt oder ob eine andere Ursache hinter den Beschwerden steckt.

Auch die Behandlung sollte individuell erfolgen. Nicht jede Blasenentzündung benötigt automatisch ein Antibiotikum – gleichzeitig sollte eine bakterielle Infektion, die eine gezielte Therapie erfordert, nicht unnötig hinausgezögert werden. Eine professionelle Abklärung hilft dabei, die passende Behandlung zu wählen und unnötige Antibiotika zu vermeiden.

Bei der Vorbeugung kommt es letztlich darauf an, die eigenen Risikofaktoren zu kennen und Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Wer seine Beschwerden beobachtet und bei wiederkehrenden oder ungewöhnlichen Symptomen rechtzeitig medizinischen Rat einholt, kann langfristig besser mit dem Thema Harnwegsinfekt umgehen.

Eine Blasenentzündung muss kein wiederkehrender Begleiter sein. Mit dem richtigen Wissen, einer individuell passenden Vorbeugung und einer gezielten Behandlung lassen sich Beschwerden häufig gut kontrollieren.

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag dienen der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzen keine persönliche Untersuchung oder medizinische Beratung.

Wann muss man mit einer Blasenentzündung zum Arzt?

Nicht jede Blasenentzündung erfordert sofort einen Arztbesuch. Bei typischen, milden Beschwerden kann zunächst beobachtet werden, wie sich die Symptome entwickeln. Es gibt jedoch Situationen, in denen eine medizinische Abklärung wichtig ist.

Sie sollten ärztlichen Rat einholen, wenn:

  • die Beschwerden sehr stark sind oder sich innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlimmern
  • Fieber oder Schüttelfrost auftreten
  • Schmerzen im Rücken, in der Flanke oder im Bereich der Nieren dazukommen
  • Übelkeit oder Erbrechen auftreten
  • Blut im Urin sichtbar ist
  • die Beschwerden trotz geeigneter Massnahmen nicht besser werden
  • Blasenentzündungen immer wieder auftreten
  • Sie schwanger sind
  • ein Kind betroffen ist
  • ein Mann Beschwerden einer Blasenentzündung entwickelt

 

Insbesondere Fieber, Schüttelfrost und Flankenschmerzen sollten ernst genommen werden. Sie können darauf hindeuten, dass sich die Infektion von der Blase in Richtung Nieren ausgebreitet hat. Eine solche Infektion sollte rasch medizinisch behandelt werden.

Auch bei wiederkehrenden Blasenentzündungen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Dabei kann untersucht werden, warum die Infektionen immer wieder auftreten und welche Möglichkeiten zur langfristigen Vorbeugung bestehen.

Wichtig: Bei starken Beschwerden oder Warnzeichen sollte nicht abgewartet und eine Selbstbehandlung nicht unnötig verlängert werden. Eine frühzeitige medizinische Abklärung kann helfen, Komplikationen zu vermeiden.

Universitätsspital Zürich (USZ)

Universität Zürich (UZH)

Universitätsklinik Balgrist

European Association of Urology (EAU)

EAU Guidelines on Urological Infections

Was ist eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung, medizinisch Zystitis genannt, ist eine Entzündung der Harnblase. Sie gehört zu den häufigsten Formen von Harnwegsinfektionen.

Woran erkennt man eine Blasenentzündung?

Typische Beschwerden sind Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und das Gefühl, nur kleine Mengen Urin abzugeben. Auch Druck oder Schmerzen im Unterbauch können auftreten.

Wie lange dauert eine Blasenentzündung?

Wie lange die Beschwerden anhalten, hängt unter anderem von der Ursache und der Behandlung ab. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.

Wann sollte man bei einer Blasenentzündung zum Arzt?

Bei Fieber, Schüttelfrost, Flankenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen sollte zeitnah medizinische Hilfe gesucht werden. Gleiches gilt bei Schwangerschaft, bei Männern, Kindern oder wiederkehrenden Beschwerden.

Kann eine Blasenentzündung von selbst verschwinden?

Eine unkomplizierte Blasenentzündung kann bei manchen Betroffenen von selbst abklingen. Ob eine Behandlung notwendig ist, hängt jedoch von der individuellen Situation und der Stärke der Beschwerden ab.

Kann eine Blasenentzündung zu einer Nierenbeckenentzündung werden?

Ja. Eine Infektion der unteren Harnwege kann in manchen Fällen aufsteigen und die Nieren betreffen. Warnzeichen sind insbesondere Fieber und Schmerzen im Bereich der Flanken oder Nieren.

Was bedeutet eine wiederkehrende Blasenentzündung?

Von wiederkehrenden Harnwegsinfekten spricht man, wenn Blasenentzündungen mehrfach innerhalb eines bestimmten Zeitraums auftreten. Bei häufigen Rückfällen sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.

Kann man einer Blasenentzündung dauerhaft vorbeugen?

Eine hundertprozentige Vorbeugung ist nicht möglich. Das individuelle Risiko lässt sich jedoch beeinflussen. Bei wiederkehrenden Infekten stehen zudem verschiedene medizinische Möglichkeiten zur Verfügung, die abhängig von Ursache, Alter und persönlicher Situation ausgewählt werden.

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