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Stress reduzieren – für mehr Leben!

Stress – wir alle kennen ihn. Ob eine wichtige Deadline, ein Streit oder der tägliche Wahnsinn, stressige Situationen lauern überall. Doch was passiert eigentlich in Ihrem Körper, wenn Sie gestresst sind? Wie unterscheidet sich akuter von chronischem Stress? Und warum hören wir immer wieder von „oxidativem Stress“? Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf das Thema werfen und einige Tipps entdecken, wie Sie Stress reduzieren und wie Sie stressigen Situationen besser begegnen können!

Inhalt

Akuter Stress: Kurz, knackig und oft hilfreich

Akuter Stress ist das, was passiert, wenn Sie plötzlich vor einem Problem stehen. Ihr Chef verlangt einen Bericht in zwei Stunden, Sie verpassen fast den Bus oder stehen vor einer wichtigen Prüfung. Ihr Körper schaltet blitzschnell in den „Kampf-oder-Flucht“-Modus.

Wie wirkt Stress konkret auf den Körper?

Das klingt erstmal dramatisch, ist aber eigentlich ziemlich clever. Dieser kurzfristige Stress kann Ihnen helfen, konzentriert und energisch zu reagieren – perfekt für den Sprint zur Bushaltestelle oder das schnelle Denken in einem Vorstellungsgespräch. Sobald die Situation vorbei ist, beruhigt sich Ihr Körper wieder.

Chronischer Stress: Die nie endende Belastung

Ganz anders sieht es leider bei chronischem Stress und seiner Auswirkung aus: Wenn Sie ständig unter Druck stehen – sei es durch Arbeit, Beziehungen oder finanzielle Sorgen – bleibt Ihr Körper im Dauer-Stressmodus. Und dieser Stress schadet Ihrer Gesundheit auf Dauer.

Wegen dieser Auswirkungen ist es enorm wichtig, chronischen Stress zu reduzieren, damit er nicht Ihr Leben bestimmt.

Was ist oxidativer Stress?

Jetzt kommt der „oxidative Stress“ ins Spiel. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ziemlich einfach: Bei Stress (besonders chronischem) produziert Ihr Körper mehr freie Radikale. Das sind kleine, hochaktive Moleküle, die Ihre Zellen angreifen und schädigen können – quasi kleine innere „Randalierer“.

Normalerweise hat Ihr Körper genügend Antioxidantien, um die freien Radikale im Zaum zu halten, aber in dauerhaften Stressphasen gerät das Gleichgewicht aus den Fugen.

Das Ergebnis: Oxidativer Stress!

Dieser oxidative Stress beeinflusst Ihre Gesundheit. Er kann:

  • Zellen und Gewebe schädigen.
  • zu vorzeitiger Hautalterung führen.
  • das Risiko für ernsthafte Krankheiten erhöhen.

 

Dadurch wird deutlich, wie wichtig es ist, in diesem Fall Stress zu reduzieren.

Akuthilfe: Was Sie sofort tun können, um Stress zu reduzieren

Was können Sie tun, wenn Sie sich akut gestresst fühlen? Hier ein paar einfache, aber wirkungsvolle Tipps, die Sie sofort ausprobieren können, um Stress zu reduzieren:

Langfristige Tipps: chronischen Stress abbauen

Damit Sie chronischen Stress abbauen können, brauchen Sie einen langfristigen Plan. Hier einige Ansätze, die Ihnen helfen können:

Gesunde Ernährung: Antioxidantienreiche Lebensmittel wie Beeren (insbesondere Açai-, Heidel- und Aroniabeeren) Nüsse, Gemüse und grüner Tee helfen, die freien Radikale zu bekämpfen. Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Leinsamen wirken ebenfalls entzündungshemmend und unterstützen das Gehirn.

  • Bewegung: Regelmässiger Sport ist eine der besten Methoden, um Stress abzubauen. Ob Yoga, Laufen oder Tanzen – finden Sie etwas, das Ihnen Spass macht! Aber Vorsicht: Nicht übertreiben, denn zu viel intensives Training kann wiederum oxidativen Stress fördern.
  • Schlaf: Ausreichend Schlaf ist der Schlüssel. Achten Sie auf eine feste Schlafroutine und meiden Sie Bildschirme vor dem Schlafengehen. Gute Schlafhygiene reduziert den Cortisolspiegel und gibt Ihrem Körper die Chance, sich zu regenerieren.
  • Meditation und Achtsamkeit: Nehmen Sie sich täglich ein paar Minuten, um zu meditieren oder einfach bewusst in sich hineinzuhorchen. Achtsamkeit kann helfen, negative Gedankenmuster zu durchbrechen und Stress abzubauen.
  • Soziale Kontakte pflegen: Ein gutes Gespräch mit einem Freund oder Familienmitglied kann Wunder wirken. Soziale Unterstützung ist ein extrem wichtiger Puffer gegen stressige Momente und hilft insbesondere dann, wenn Sie Stress im Kopf abbauen wollen.
  • Zeit im Freien: Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft, dies hat eine beruhigende Wirkung auf uns. Zeit im Grünen zu verbringen, senkt nachweislich den Stresspegel und hilft dabei, den Kopf freizubekommen. Dadurch ist der Aufenthalt im Freien ebenfalls eine gute Möglichkeit, mit der Sie Stress im Kopf abbauen können. 

Die Natur hat uns einiges zu bieten: natürliche Mittel zum Stressabbau

Viele Pflanzen und Kräuter haben stresslindernde, beruhigende oder stimmungsaufhellende Eigenschaften und können helfen, Anspannungen abzubauen und das Nervensystem zu beruhigen. Hier stellen wir Ihnen natürliche Mittel zum Stressabbau vor:

Lavendel (Lavandula angustifolia)

Lavendel ist bekannt für seine beruhigenden Eigenschaften. Er kann helfen, Stress zu reduzieren-, sowie Angst und Schlafprobleme zu lindern. Die ätherischen Öle von Lavendel wirken entspannend auf das Nervensystem und können innerer Unruhe entgegenwirken.

Anwendung: Lavendel kann als ätherisches Öl zur Aromatherapie genutzt werden (z. B. in einem Diffusor oder auf das Kopfkissen gesprüht). Auch Lavendeltee oder Lavendelöl-Bäder sind bewährte Methoden, um Stress abzubauen.

Baldrian (Valeriana officinalis)

Baldrian ist eine der bekanntesten Heilpflanzen zur Entspannung und Förderung des Schlafs. Er wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem und kann bei Nervosität, Stress und Schlaflosigkeit helfen.

Anwendung: Baldrian kann als Tee, in Tropfenform oder in Kapseln eingenommen werden. Besonders vor dem Schlafengehen fördert er die Entspannung und unterstützt einen erholsamen Schlaf.

Ashwagandha (Withania somnifera)

Ashwagandha ist eine Pflanze aus der ayurvedischen Medizin, die als Adaptogen wirkt. Adaptogene helfen dem Körper, besser mit Stress umzugehen und das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen. Ashwagandha kann sowohl bei akutem als auch bei chronischem Stress helfen und die Nebennieren unterstützen, die für die Cortisolproduktion verantwortlich sind.

Anwendung: Ashwagandha ist in Form von Kapseln, Pulver oder als Extrakt erhältlich. Es kann über mehrere Wochen hinweg eingenommen werden, um den Körper langfristig zu stärken und zu beruhigen.

Mehr über Ashwagandha erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Ashwagandha für Ihre innere Balance“.

Passionsblume (Passiflora incarnata)

Die Passionsblume ist eine Heilpflanze, die besonders bei Angst und Schlaflosigkeit eingesetzt wird. Sie wirkt beruhigend und entspannend, ohne zu sedieren, und kann in akuten Stressphasen helfen, die Nerven zu beruhigen.

Anwendung: Passionsblume kann als Tee oder in Tropfenform eingenommen werden. In Kombination mit Baldrian oder Hopfen wird sie oft als Schlafmittel verwendet.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Johanniskraut wird traditionell bei leichten bis mittelschweren Depressionen und nervöser Unruhe verwendet. Es kann stimmungsaufhellend wirken und dabei helfen, die Auswirkungen von Stress zu reduzieren. Ausserdem unterstützt Johanniskraut das Nervensystem und hilft bei Erschöpfung und Antriebslosigkeit.

Anwendung: Johanniskraut ist als Tee, in Tropfenform oder in Kapseln erhältlich. Wichtig: Es kann die Wirkung bestimmter Medikamente beeinträchtigen (z. B. Antibabypille), daher sollten Sie vor der Anwendung mit einem Arzt sprechen.

Kamille (Matricaria chamomilla)

Kamille ist ein sanftes, aber wirksames Beruhigungsmittel. Sie hilft bei Nervosität, Anspannung und Schlafproblemen. Kamille wirkt ausserdem entzündungshemmend und fördert die Verdauung, die bei Stress oft aus dem Gleichgewicht gerät.

Anwendung: Kamille kann als Tee oder in Form von ätherischen Ölen verwendet werden. Ein Kamillentee vor dem Schlafengehen beruhigt und fördert den Schlaf.

Melisse (Melissa officinalis)

Melisse ist eine weitere beruhigende Pflanze, die traditionell bei Unruhezuständen, nervösem Magen und leichten Schlafstörungen eingesetzt wird. Sie wirkt mild entspannend und ausgleichend und kann helfen, die innere Balance wiederherzustellen.

Anwendung: Melisse kann als Tee oder in Tropfenform eingenommen werden. Auch ätherisches Melissenöl kann in der Aromatherapie zur Stressbewältigung eingesetzt werden.

Hopfen (Humulus lupulus)

Hopfen ist bekannt als Bestandteil von Bier, aber er hat auch beruhigende Eigenschaften. Er wird oft bei Schlafproblemen, Unruhe und Nervosität eingesetzt und wirkt in Kombination mit Baldrian besonders effektiv.

Anwendung: Hopfen kann als Tee oder in Kombination mit anderen beruhigenden Kräutern (z. B. in Kapseln) eingenommen werden.

Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Rosenwurz ist eine weitere adaptogene Pflanze, die hilft, den Körper an stressige Situationen anzupassen. Sie unterstützt das Nervensystem, reduziert Müdigkeit und steigert die Widerstandskraft des Körpers gegenüber Stress.

Anwendung: Rosenwurz ist in Form von Kapseln oder Tropfen erhältlich und sollte über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um die volle Wirkung zu entfalten.

Ginseng (Panax ginseng)

Ginseng, besonders sibirischer Ginseng (Eleutherococcus senticosus), ist ebenfalls ein Adaptogen und kann helfen, die Stressresistenz zu erhöhen. Er verbessert die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit und unterstützt den Körper bei Erschöpfung und Müdigkeit.

Anwendung: Ginseng kann in Form von Kapseln, Tee oder Pulver eingenommen werden. Eine längere Anwendung ist notwendig, um den vollen Nutzen zu erzielen.

Mehr über Ginseng erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Ginkgo & Ginseng – eine starke Kombination für Körper und Geist“.

Welche Nährstoffe und Vitamine helfen gegen Stress?

In stressigen Phasen benötigt der Körper besondere Unterstützung durch bestimmte Nährstoffe und Vitamine, da Stress einen erhöhten Verbrauch an Energie und Mikronährstoffen verursacht.

Aus diesem Grund lassen sich einige Nährstoffe und Vitamine als natürliche Mittel zum Stressabbau nutzen.

Selbsttest – bin ich gestresst?

Sie wollen Stress reduzieren? Finden Sie zunächst mit unserem Selbsttest heraus, wie gestresst Sie sind!

Beantworten Sie jede Frage auf einer Skala von 1 bis 5:

  • 1 = Nie
  • 2 = Selten
  • 3 = Manchmal
  • 4 = Oft
  • 5 = Immer
  1. Ich fühle mich oft überfordert.
  2. Ich habe Schwierigkeiten, mich zu entspannen.
  3. Ich erlebe häufig körperliche Symptome wie Kopfschmerzen oder Muskelverspannungen.
  4. Ich fühle mich oft müde, auch wenn ich genug geschlafen habe.
  5. Ich neige dazu, schnell gereizt oder frustriert zu sein.
  6. Ich habe Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren.
  7. Ich fühle mich von sozialen Kontakten zurückgezogen.
  8. Ich erlebe häufig Schlafprobleme.
  9. Ich habe das Gefühl, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren.
  10. Ich verwende ungesunde Bewältigungsmechanismen (z.B. Alkohol, Rauchen).

 

Auswertung

Addieren Sie die Punkte aus allen Fragen:

  • 10-20 Punkte: Niedriges Stresslevel – Sie scheinen gut mit Stress umgehen zu können.
  • 21-35 Punkte: Moderates Stresslevel – Sie erleben gelegentlich Stress, der bewältigt werden kann.
  • 36-50 Punkte: Hohes Stresslevel – Es könnte hilfreich sein, Strategien zu entwickeln, mit denen Sie Stress reduzieren und besser bewältigen zu können.
  • 51 Punkte und mehr: Sehr hohes Stresslevel – Sie sollen dringend Stress abbauen. Möglicherweise ist es sinnvoll, sich für die Stressbewältigung professionelle Hilfe zu holen.
Fazit: Lassen Sie den Stress nicht gewinnen!

Stressige Phasen sich nicht immer zu vermeiden, aber wie Sie damit umgehen, liegt in Ihrer Hand. Akuter Stress ist manchmal sogar hilfreich, um Sie in bestimmten Situationen wach und konzentriert zu halten. Aber chronischer und oxidativer Stress sind die wahren Übeltäter, die Sie im Blick behalten sollten.

Mit ein paar einfachen Strategien können Sie Ihrem Körper helfen, Stress zu reduzieren und besser mit ihm umzugehen. Es ist nie zu spät, Stressmanagement ernst zu nehmen – und Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Bleiben Sie entspannt, atmen Sie tief durch und denken Sie daran: Stress ist nur ein kleiner Teil des Lebens, nicht das ganze Leben!

Unsere Empfehlungen

Medlineplus

UniversitätsSpital Zürich

WHO

Stiftung Gesundheitswissen

Wikipedia

Wie kann man Stress abbauen?

Stress lässt sich durch eine Kombination aus körperlichen, mentalen und ernährungsbezogenen Massnahmen reduzieren. Regelmässige Bewegung, ausreichend Schlaf, gezielte Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen, Zeit in der Natur und soziale Kontakte helfen, das Stressniveau zu senken. Auch eine ausgewogene Ernährung und gezielte Nahrungsergänzung können unterstützen.

Wie beeinflusst Stress die Psyche?

Stress wirkt sich direkt auf die Psyche aus und kann zu Anspannung, Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen, innerer Unruhe oder Schlafstörungen führen. Chronischer Stress kann langfristig das Risiko für Angstzustände, depressive Verstimmungen oder mentale Erschöpfung erhöhen.

Wie wirkt Stress auf den Körper?

Stress aktiviert das Hormonsystem, insbesondere Cortisol und Adrenalin, was den Herzschlag erhöht, den Blutdruck steigert und den Stoffwechsel beeinflusst. Langfristig kann chronischer Stress das Immunsystem schwächen, die Verdauung belasten und die Regeneration von Muskeln und Nervenzellen verlangsamen.

Baldrian, Ashwagandha oder Lavendel – was wirkt besser?

Alle drei Pflanzen wirken stressreduzierend, unterscheiden sich jedoch in Anwendung und Wirkung:

  • Baldrian: Fördert Entspannung und kann Einschlafprobleme lindern.

  • Ashwagandha: Adaptogen, unterstützt die Stressresistenz und die mentale Leistungsfähigkeit.

  • Lavendel: Wirkt beruhigend auf Nervensystem und Psyche, z. B. als Tee oder Öl.
    Die beste Wirkung hängt vom persönlichen Bedarf ab; oft ist eine Kombination sinnvoll.

Welche Vitamine helfen gegen Stress?

Besonders wichtig sind B-Vitamine, da sie Energieproduktion, Nervensystem und Psyche unterstützen. Vitamin B1, B6 und B12 sind zentral für Konzentration und Nervenfunktionen. Auch Magnesium, Vitamin C und Vitamin D können das Stressmanagement positiv beeinflussen, da sie Hormonsystem, Muskulatur und Immunsystem unterstützen.

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