PMS betrifft rund 75 % aller Frauen. Typische Symptome sind Stimmungsschwankungen, Bauchschmerzen oder Müdigkeit. Doch was steckt wirklich dahinter – und was hilft gegen die Beschwerden?
In diesem Artikel erfahren Sie die häufigsten Ursachen von PMS, typische Symptome und konkrete Tipps, die wirklich helfen.
Inhalt
Was ist PMS?
Die medizinische Ursache des PMS ist bis heute nicht genau geklärt. Meistens sind verschiedene Faktoren die Auslöser – grundsätzlich scheint aber das hormonelle Ungleichgewicht im Vordergrund zu stehen. Die hormonellen Schwankungen – durch das Östrogen, welches in der ersten Zyklushälfte hoch ist und in der zweiten Hälfte sinkt und das Progesteron / Prolaktin, welches in der zweiten Zyklushälfte gebildet wird – können unseren Hormonhaushalt durcheinander bringen und zu den unerwünschten Beschwerden führen.
Drei Viertel aller Frauen leiden an den Tagen vor der Periode an diversen Beschwerden – bei jeder dritten Frau sind die Beschwerden so stark, dass eine Behandlung nötig ist.
Von einem prämenstruellen Syndrom spricht man, wenn 4-14 Tage vor der Regelblutung verschiedene Symptome auftreten, welche für uns Frauen von spürbar bis sehr belastend sein können.
Typischerweise verschwinden diese Beschwerden sobald die Menstruation einsetzt.
Körperliche Symptome
- Brustspannen
- Unterleibsschmerzen
- Kopfschmerzen
- Rückenschmerzen
- Wassereinlagerungen
- Bauchkrämpfe
- Gewichtszunahme
- Hautprobleme
Psychische Symptome
- Stimmungsschwankungen
- Depressive Stimmung
- Reizbarkeit
- Nervosität
- Motivationsmangel
- Schlafstörungen
Ursachen von PMS
Grundsätzlich kann jede Frau nach Einsetzen der ersten Regelblutung betroffen sein. Die Art der Symptome und auch die Stärke können sich im Laufe der Jahre jedoch verändern.
Diverse Faktoren können das prämenstruelle Syndrom verstärken:
- Unausgewogene Ernährung – achten Sie auf eine gute Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementversorgung.
- Stress
- Bewegungsmangel – körperliche Bewegung regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an, genau das brauchen wir während dieser Zeit.
- Nikotin, Kaffee und Alkohol
- Medikamente können das PMS verstärken – besprechen Sie dies mit ihrem Arzt.
- Hormonelle Verhütungsmittel können bei einigen Frauen die Beschwerden lindern, bei anderen werden sie durch die Anti-Baby-Pille jedoch sogar verstärkt.
Mönchspfeffer bei PMS: Wirkung & Anwendung
Mönchspfeffer (Agnus castus) ist eine Heilpflanze, die in der Naturheilkunde häufig bei PMS und Zyklusstörungen eingesetzt wird.
Die enthaltenen Wirkstoffe beeinflussen den Hormonhaushalt, insbesondere den Prolaktinspiegel, und können so körperliche und psychische Beschwerden vor der Menstruation lindern.
Für eine spürbare Wirkung wird eine Einnahme über mindestens 3 Monate empfohlen. Mönchspfeffer sollte durchgehend eingenommen werden – auch während der Periode.
In einigen Fällen wird Mönchspfeffer auch bei Kinderwunsch eingesetzt, da ein stabiler Zyklus die Chancen auf eine Befruchtung verbessern kann.
Was hilft gegen PMS? Die besten Tipps
Viele Beschwerden lassen sich durch einfache Massnahmen lindern:
- Ernährung anpassen: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Magnesium, Eisen und Vitaminen. Reduzieren Sie Zucker, Alkohol und Koffein.
- Regelmässige Bewegung: Sport wie Spazieren, Yoga oder Schwimmen kann Krämpfe lindern und die Stimmung verbessern.
- Stress reduzieren: Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen können helfen, hormonelle Schwankungen besser auszugleichen.
- Wärme anwenden: Wärmflasche oder Kirschkernkissen helfen bei Bauchkrämpfen.
- Ausreichend Schlaf: Schlafmangel kann PMS-Symptome verstärken.
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Quellen
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Universitätsspital Zürich
Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
NetDoktor
ESCOP
European Medicines Agency
Häufige Fragen zu PMS
Wann beginnt PMS?
PMS tritt meist 4 bis 14 Tage vor der Menstruation auf.
Wie lange dauert PMS?
Die Symptome verschwinden in der Regel mit Beginn der Periode.
Was verschlimmert PMS?
Stress, schlechte Ernährung, Alkohol und Schlafmangel können die Beschwerden verstärken.
Hilft Mönchspfeffer wirklich bei PMS?
Viele Frauen berichten über positive Effekte, besonders bei längerer Einnahme.